Kardiologisch-sportärztliche Vorsorgeuntersuchung
Dr. med. Jäger

Untersuchender Arzt

Dr. med. Jäger
2015 den 17. Marathon gelaufen

Co-Autor einer sportwissenschaftlichen Arbeit, die während der Vorbereitungszeit zum Kassel-Marathon 2013 in der Praxis (Fahrradergometrie, Echokardiographie, Blutentnahmen und Bestimmung von Blutparametern) und im Auestadion (Blutentnahmen und Bestimmung von Blutparametern) durchgeführt wurde: Does a run/walk strategy decrease cardiac stress during a marathon in non-elite runners? See Journal of Science and Medicine in Sport

Ansprechpartnerinnen Terminvergabe

Oxana Richter und Sarah Knöpfel
E-Mail info@kardio-praxis-ks.de oder
Telefon (05 61) 73 98 32-0

Teilnahme als Staffel-Praxisteam beim EON Kassel Marathon.


Einstiegsfragebogen für Sporttreibende DGSP

Fragebogen für den SportlerDGSP

Was ist eine kardiologisch sportärztliche Vorsorgeuntersuchung?

Die sportärztliche Vorsorgeuntersuchung im Sinne einer Gesundheitsuntersuchung dient der Erkennung latenter oder bereits vorhandener Krankheiten, die eine Gefährdung darstellen können. Die Vorsorgeuntersuchung soll gesundheitliche Risiken mindern oder vermeiden helfen und eine optimale Ausübung von Sport und körperlicher Aktivität für jeden Sporttreibenden ermöglichen. Bei unauffälligem Ergebnis der Vorsorgeunter-suchung ist das gesundheitliche Risiko vermindert, wenngleich eine absolute Sicherheit nicht gegeben ist.

Für wen ist eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll?

Die zu untersuchenden Personen sind Neu- und Wiedereinsteiger im Bereich Freizeit- und Breitensport jeden Alters (vom Kind bis zu Senioren), ambitionierte Freizeitsportler wie auch Leistungssportler, allerdings gelten für Kaderathleten und Wettkampfsportler gesonderte und weitergehende Empfehlungen. Bei Sporttreibenden besteht vor allem bei Neu- und Wiedereinsteigern sowie älteren Personen ein erhöhtes Risiko im Bereich Herz, Kreislauf und Bewegungsapparat. Bei Personen mit nicht erkannten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems ist das Risiko für einen kardialen Zwischenfall bei intensiver sportlicher Betätigung erhöht. Dies gilt insbesondere zu Beginn eines intensiven körperlichen Trainings.

Unser Angebot für Sie

In einem ausführlichen Vorgespräch besprechen wir Ihre Wünsche und erstellen anhand Ihrer Angaben zu Person, Sportart und Trainingsumfang einen auf sie speziell ausgerichteten Untersuchungsplan.

Was ist Leistungsdiagnostik nach Richtlinien des DGSP?

Unter Leistungsdiagnostik versteht man die Ermittlung der zum Testzeitpunkt vorliegenden Leistungsfähigkeit eines Patienten, durch Erfassung der Körperparameter unter Belastung (z. B. auf einem Laufband oder Fahrradergometer).

Warum Leistungsdiagnostik?

Die Leistungsdiagnostik gibt Aufschluss über die Belastbarkeit eines Patienten und zeigt bei Wiederholungen nach angemessenen zeitlichen Abständen eine individuelle Leistungsänderung auf.

Für wen ist Leistungsdiagnostik sinnvoll?

Egal ob alt oder jung, Anfänger oder Profi, die Leistungsdiagnostik soll eine Aussage darüber geben, wie zu trainieren ist, um Fortschritte zu erzielen ohne Überbelastung (besonders aus Kardiologischer Sicht) zu riskieren.

Warum Laktatleistungsdiagnostik?

Die Herzfrequenz unterliegt täglichen starken Schwankungen und wird zudem von vielen äußeren Faktoren beeinflusst. Formeln zur Berechnung des optimalen Trainingspulses wie etwa: 220 – Lebensalter, weisen eine zu große Streuung auf, als dass diese zur Trainingssteuerung herangezogen werden sollte. Der Laktatwert dagegen ist ein wesentliche stabilerer Parameter zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit. Ein aus der Laktatleistungsdiagnostik abgeleiteter Trainingspuls besitzt, im Vergleich zu fest definierten Faustformeln, eine unvergleichbar höhere Aussagekraft.

Unser Angebot für Sie:

In einem ausführlichen Vorgespräch besprechen wir Ihre Wünsche und erstellen anhand Ihrer Angaben (Leistungsdiagnostik – Fragebogen) zu Person, Sportart und Trainingsumfang einen auf sie speziell ausgerichteten Untersuchungsplan.
Mit diesen Ergebnissen können Sie dann Ihren individuellen Trainingsstand erfahren.
Die ermittelten Herzfrequenz – und Laktatwerte werden in ein speziell ausgearbeitetes Diagnoseprogramm (Mesic Lactate express) eingegeben und ausgewertet.
(Ab Früh-Sommer 2012 können auch Spiroergometrische Untersuchungen durchgeführt werden.)

Spiroergometrie

Die Spiroergometrie ist eine Methode, bei der während einer Fahrrad oder Laufbandergometrie die Atemgase (Sauerstoff, Kohlendioxyd) über eine Atemmaske gemessen werden. Eine Spiroergometrie ist sowohl für diagnostische Zwecke zur Unterscheidung von kardialen oder pulmonalen Ursachen einer Dyspnoe als auch zur Feststellung der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit einsetzbar.

Spiroergometrie

Die wichtigsten Messergebnisse sind

  • die maximale Sauerstoffaufnahme
  • die ventilatorische Schwelle
  • die Herzfrequenz- und Atemreserve
  • der Sauerstoffpuls
  • der respiratorische Quotient
  • die Leistung für spezifische Trainingsbereiche

Ihr Nutzen

Die wichtigsten Messgrößen betreffen die Atmung, das Herz-Kreislaufsystem und den Energiestoffwechsel. Ziel der Untersuchung ist eine Objektivierung der maximalen / submaximalen kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit und die Erhebung von Daten zur Trainingssteuerung. Eine Beurteilung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels ermöglicht die Bestimmung Ihres individuellen Energieträger-Mixes während einer Belastung. Mittels einer Messung in Ruhe kann darüber hinaus eine valide Hochrechnung des Grundumsatzes (Energiebedarf unter Ruhebedingungen) ermittelt werden. Deshalb gewinnt die Spirometrie auch zunehmend an Bedeutung für Programme im Bereich der Gewichtsreduktion.

Beschreibung

Zur Messung der Atemgase erhält der Proband eine Maske über Mund und Nase, die Ihn mit einem standardisierten Luftgemisch versorgt sowie die Abatmung aufnimmt. Mittels der abgeatmeten Luft können so unterschiedliche Parameter gemessen bzw. auf weitere Werte zurückgeschlossen werden.

Leistungsumfang / Dauer

Die Diagnostik erfolgt grundsätzlich parallel zu einer Ergometrie, meist auf einem Laufband oder einem Fahrrad. Die Atemgasanalyse wird somit routinemäßig mit einer Herzfrequenzmessung, einer EKG-Aufzeichnung sowie einer Laktatbestimmung verbunden.

Hintergrundinformationen

Wichtige Messwerte sind die Sauerstoffaufnahme (VO2), die Kohlendioxidabgabe (VCO2) und der respiratorische Quotient (RQ) zur Ermittlung des Energiestoffwechsels. Über die Sauerstoffaufnahme kann die aerobe Gesamtkapazität, also die maximale körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt werden.

Bei Herz- oder Lungenkrankheiten helfen die erhobenen kardiologischen und ventilatorischen Parameter in der Differentialdiagnose. Die ermittelten Leistungsdaten haben eine hohe prognostische und therapeutische Relevanz.

In der sportkardiologischen Praxis hat sich die Bestimmung der submaximalen Parameter bewährt, da im Gegensatz zur Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) keine körperliche Ausbelastung erfolgen muss. Idealerweise wird diese Untersuchung mit einer Blutlaktatdiagnostik kombiniert. Hierdurch gelingt eine genauere Abgrenzung der aeroben und anaeroben Stoffwechselbereiche, wodurch eine präzisere Trainingssteuerung ermöglicht wird.

Athleteninformation zum Ausdauer – Leistungstest

Um einen bestmöglichen Nutzen und bestmögliche Ergebnisse mit einem Ausdauertest zu erzielen, sollte der Test optimal, dass heißt entsprechend einem Wettkampf vorbereitet werden.

Das bedeutet vor allem, dass 48 Stunden vor dem Test

  1. keine Wettkämpfe und
  2. keine intensiven Trainingsbelastungen

durchgeführt werden sollen.

Außerdem ist aufgrund des starken Einflusses auf die Ermüdung und die Laktatwerte, für die Vergleichbarkeit von Testresultaten auf folgende Gesichtspunkte zu achten:

  • genügend Schlaf vor dem Test
  • ausreichend Flüssigkeitszufuhr vor dem Test (ggf. etwas mitbringen)
  • gewöhnliche Nahrung vor dem Test
  • keine Krankheit in den letzten 14 Tagen

Aktuell durchgeführte Diätmaßnahmen (Bsp. Trennkost, Gewichtsreduktion, Fettdiät, Carboloading etc) müssen nicht unterbrochen, sollen aber zur korrekten Testinterpretation angegeben werden.

Entsprechende leichte Sportbekleidung, Trainingstagebücher und Ihre Krankheitsgeschichte zum Test nicht vergessen.

Wichtig ist eine rechtzeitige Meldung von Krankheit, Verletzung oder Unpässlichkeit, die eine Testdurchführung verhindern. So kann rechtzeitig ein neuer Termin arrangiert werden. (Telefon: 0561-739832-22 | Ansprechpartnerinnen: Frau Richter und Frau Knöpfel).

Interview in der Vereinszeitung des KSV Baunatal

Interview KSV Baunatal
download  Interview KSV Baunatal - Teil 1

Interview KSV Baunatal
download  Interview KSV Baunatal - Teil 2

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